
Was ist Bewegungs- und Tanztherapie?
Bewegungs- und Tanztherapie ist eine psychotherapeutische, körperorientierte Methode, welche mit den Ausdrucksformen des Körpers, der Bewegung und des Tanzes arbeitet. Sie fördert die körperliche, emotionale, kognitive und soziale Integration des Menschen. Wir gehen davon aus, dass psychisches Erleben immer auch körperlich verankert ist. Bewegung spiegelt innere Zustände wider und kann diese auch beeinflussen.
Emotionen, traumatische Erfahrungen und Beziehungsmuster zeigen sich nicht nur in Gedanken und Gefühlen, sondern auch in der Körperhaltung, Atmung, Muskeltonus und bei vegetativen Reaktionen.
Körper und Psyche sind untrennbar miteinander verbunden (Embodiment). Lebensgeschichten und Erfahrungen wie auch Traumata werden im Nervensystem und in der Muskulatur gespeichert. Eine tiefgreifende Veränderung ist oft nur möglich, wenn auch der Körper bewusst in die psychotherapeutische Arbeit einbezogen wird. Die Bewegungstherapie arbeitet dort, wo Worte allein oft nicht ausreichen, also im körperlichen Erleben und im Ausdruck versteckter Emotionen.
Wir geben dem Unbewussten Raum, sich zu zeigen und zu verstehen. Auch unangenehmen Emotionen wie Wut, Scham und Schuld erlauben wir neuen Gestaltungsraum, um das hemmende Gefühl umzuwandeln und das vorhandene Kraftpotential zu entdecken und anders zu nutzen. Ängste, welche eine überrollende oder lähmende Wirkung haben, explorieren und integrieren wir in unserem System, damit wir wieder mehr an Sicherheit und Stabilität gewinnen.
